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Aktuelle Themen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement

Gefährdungsbeurteilung der psychischen Belastung - Pflicht und Chance zugleich

Gern unterstützen wir Sie bei der Erhebung, Auswertung, Interpretation, Maßnahmenplanung und Dokumentation Ihrer Gefährdungsbeurteilung der psychischen Belastung. Wir wählen gemeinsame Instrumentarien aus, die Ihren Erfordernissen und Notwendigkeiten entsprechen, um geeignete und aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten. Welche Methoden geeignet sind, hängt unter anderem auch davon ab, in welcher Tiefe Sie Ergebnisse erhalten wollen oder ob Sie sich zu Anfang eher einen Überblick verschaffen möchten. Und um Sie ein wenig mit dem Thema vertraut zu machen, geben wir Ihnen an dieser Stelle einige Informationen dazu.

Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Arbeitgeber/-innen dazu, auf Basis einer Beurteilung der Arbeitsbedingungen zu ermitteln, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind (vgl. § 5 ArbSchG). Bei dieser Gefährdungsbeurteilung sind auch psychische Belastungen der Arbeit zu berücksichtigen (vgl. § 5 ArbSchG, Ziffer 6).

Psychische Belastung bei der Arbeit umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher psychisch bedeutsamer Einflüsse, etwa die Arbeitsintensität, die soziale Unterstützung am Arbeitsplatz oder die Dauer, Lage und Verteilung der Arbeitszeit. Eine Arbeit ohne psychische Belastung ist genauso wenig denkbar und wünschenswert wie eine Arbeit ohne jede körperliche Belastung. Psychische Belastung ist daher wertneutral zu verstehen. Ähnlich wie bestimmte Arten und Ausprägungen körperlicher Belastung gesundheitsgefährdend sein können, kann auch die psychische Belastung bei der Arbeit gesundheitsbeeinträchtigende Wirkungen haben, zum Beispiel bei andauerndem hohen Zeit- und Leistungsdruck oder bei ungünstig gestalteter Schichtarbeit. Daher ist es erforderlich, psychische Belastungen der Arbeit in der Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen.

Die Gefährdungsbeurteilung ist eine arbeitsschutzgesetzliche Pflicht. Sie dient der Prävention von Unfällen und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren einschließlich der menschengerechten Gestaltung von Arbeit und ist ein zentrales Instrument zur Steuerung der betrieblichen Arbeitsschutzaktivitäten. Sie soll helfen, diese zielgerichtet und wirkungsvoll zu gestalten.

Bei der Gefährdungsbeurteilung im Sinne des Arbeitsschutzgesetzes geht es immer um die Beurteilung und Gestaltung der Arbeit. Auch bei der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung steht die Beurteilung und Gestaltung der Arbeit in Bezug auf die psychische Belastung im Vordergrund. Es geht nicht um die Beurteilung der psychischen Verfassung oder Gesundheit der Beschäftigten. Die Gefährdungsbeurteilung leistet damit einen wichtigen Beitrag zur menschengerechten Gestaltung von Arbeit und daraus folgend zum Erhalt der Gesundheit, Motivation und Beschäftigungsfähigkeit der Beschäftigten. Sie nimmt u.a. Arbeitsaufgaben und -abläufe sowie die sozialen Beziehungen in den Blick und trägt damit dazu bei, zum Beispiel Störungen von Arbeitsabläufen und Konflikte zu identifizieren und durch entsprechende Maßnahmen zu vermeiden.

Es gibt keine Pflicht dazu, psychische Belastungen in einer gesonderten Gefährdungsbeurteilung zu behandeln. Vielmehr umfasst die Gefährdungsbeurteilung die Beurteilung aller mit der Tätigkeit verbundenen Belastungen mit Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit. Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung muss daher nicht als eigenständiger Prozess organisiert sein, sondern kann in bestehende Prozesse der Gefährdungsbeurteilung integriert werden. In jedem Falle empfehlenswert ist eine Vernetzung mit bereits bestehenden Gremien und Strukturen, zum Beispiel mit dem Arbeitsschutzausschuss, ggf. auch mit dem Qualitäts- und/oder Betrieblichen Gesundheitsmanagement.

Grundsätzlich ist der Arbeitgeber für die Planung und Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung verantwortlich. Er muss die Gefährdungsbeurteilung nicht selbst durchführen, sondern kann zuverlässige und fachkundige Personen schriftlich damit beauftragen (§ 13 Abs. 2 ArbSchG).
Der Betriebs-/Personalrat hat bei der Organisation und Durchführung der Gefährdungsbeurteilung Mitbestimmungsrechte. Um gute Ergebnisse zu erzielen, empfiehlt sich eine möglichst einvernehmliche Vorgehensweise bei der Gefährdungsbeurteilung. Als fachliche Beratung sieht der Gesetzgeber vor allem die Fachkräfte für Arbeitssicherheit und die Betriebsärzte vor. Diese haben den Arbeitgeber und den Betriebs- bzw. Personalrat bei der Planung und Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung zu beraten und zu unterstützen (gemäß ASiG, DGUV Vorschrift 2).

Konkrete Anlässe, die es nahe legen, sich mit der Belastungssituation der Beschäftigten auseinander zu setzen, sind zum Beispiel:

  • ein hoher Krankenstand
  • eine hohe Fluktuation
  • eine große Anzahl einsatzeingeschränkter Mitarbeiter
  • Qualitätsprobleme
  • ein schlechtes Betriebsklima
  • mangelnde Kommunikation
  • häufige Konflikte oder
  • Mobbingfälle

Maßgeschneiderte BGM-Pakete für unterschiedliche Unternehmensgrößen!

Für viele kleine und mittelständische Unternehmen stellt sich die Frage, ob ein BGM überhaupt finanzierbar ist. Hier soll also nicht die Rede von Workshops oder Trainings zum Thema Gesundheit sein oder über die Durchführung von Gesundheitstagen geschrieben werden, sondern BGM als ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess dargestellt werden. Denn BGM lebt von seiner Kontinuität und es stellt sich in der Praxis oft genug die Frage, wer das im Unternehmen personell leisten soll und wie sich das Ganze auf Dauer rechnet.

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In einer monatlichen Pauschale sind unterschiedliche Leistungen integriert, die sich u.a. auch am BGM-Entwicklungsstand des Unternehmens orientieren.

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Eine ausführlichere Übersicht steht Ihnen ebenso zum Download zur Verfügung: BGM-Pakete im Überblick

Fördermöglichkeiten

Abgesehen von der monatlich kalkulierbaren Größe kommen zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten in Betracht. Zum einen besteht ein gesetzlicher Auftrag zur Unterstützung der betrieblichen Gesundheitsförderung nach §20a SGB V. Und die Sächsische Aufbaubank unterstützt Unternehmen aus dem Bereich der KMU. In Betracht kommt insbesondere das Förderprogramm Betriebsberatung/Coaching. Die SAB bezuschusst Beratungs- und Coachingprozesse bis zu 50% des Tagessatzes eines Beraters. Solche Fördermöglichkeiten lassen sich am besten im konkreten Fall besprechen.

 

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Auch dieser Kurs steht ganz im Sinne der Nachhaltigkeit. Wer unsere Trainings und Seminare kennt, weiß, dass es stets unser Bestreben ist, vermitteltes Wissen in den Alltag zu transferieren. In diesem Sinne verweisen wir auf diesen Kurs, der inhaltlich an unseren Themen anknüpft und jedem Teilnehmer individuell und bezuschusst durch die gesetzlichen Krankenkassen die Möglichkeit gibt, weiter an seiner körperlichen und seelischen Gesundheit zu arbeiten.

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